Nachhaltige Entwicklung des Rheins
Das Programm "Rhein 2020 - Programm zur nachhaltigen Entwicklung des Rheins" folgt dem erfolgreichen Aktionsprogramm Rhein. Im Mittelpunkt der Rheinschutzpolitik stehen als Hauptziele die weitere Verbesserung des Ökosystems Rhein, die Verbesserung der Hochwasservorsorge und des Hochwasserschutzes sowie der Grundwasserschutz. Die kontinuierliche Überwachung des Zustandes des Rheins und die weitere Verbesserung der Wasserqualität bleiben auch künftig unverzichtbar. Das Programm ist ganzheitlich. Es berücksichtigt die genannten Bereiche gleichberechtigt und umfassend im Sinne der nachhaltigen Entwicklung.
"Rhein 2020 - das Programm zur nachhaltigen Entwicklung des Rheins" gibt allgemeine Ziele für die nachhaltige Entwicklung des Ökosystems Rhein und spezielle Ziele für die einzelnen Arbeitsbereiche in Form von Parametern, zahlenmäßigen Angaben und örtlichen Einzelmaßnahmen vor.
Wichtige Ziele des Programms sind:
Im Bereich der Verbesserung des Ökosystems Rhein sollen das ehemals vorhandene Netz rheintypischer Biotope (Biotopverbund) und die ökologische Durchgängigkeit (Auf- und Abwärtswanderung) des Rheins vom Bodensee bis zur Nordsee sowie die Durchgängigkeit der im Wanderfischprogramm enthaltenen Nebenflüsse wieder hergestellt werden.
Im Bereich der Hochwasservorsorge und des Hochwasserschutzes sollen Risiken für Hochwasserschäden bis 2020 in der Rheinniederung um 25 % vermindert werden (Bezugsjahr 1995) extreme Hochwasserspitzen unterhalb der staugeregelten Oberrheinstrecke (ab Baden-Baden) um bis zu 70 cm vermindert werden (Bezugsjahr 1995).
Im Bereich der Wasserqualität - diese soll so beschaffen sein, dass die Trinkwassergewinnung mit einfachen, naturnahen Aufbereitungsverfahren möglich ist, Wasserinhaltsstoffe weder einzeln noch in ihrem Zusammenwirken nachteilige Effekte auf die Lebensgemeinschaften von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen haben, Rheinfische, Muscheln und Krebse ohne Einschränkung für den menschlichen Verzehr geeignet sind, an geeigneten Orten am Rhein wieder gebadet werden kann, die schadlose Verbringung von Baggergut gewährleistet werden kann.
Im Bereich des Grundwasserschutzes soll eine gute Grundwasserqualität wieder hergestellt werden, das Gleichgewicht zwischen Grundwasserentnahme und -neubildung sichergestellt werden.
Das Programm "Rhein 2020 - Programm zur nachhaltigen Entwicklung des Rheins" definiert die generellen Rheinschutzziele für die nächsten 20 Jahre. Das bisherige Aktionsprogramm Rhein (1987-2000) hat aufgezeigt, dass mittels konzertierter und engagierter Umsetzung eines umfassenden Sanierungsplans in allen Rheinanliegerstaaten eine zu Beginn kaum vorstellbare Verbesserung der Rheinwasserqualität erzielt werden konnte. Darauf aufbauend stehen im Programm die weitere Umsetzung des ökologischen Gesamtkonzeptes für den Rhein, die Verbesserung der Hochwasservorsorge und der Hochwasserschutz sowie der Grundwasserschutz im Mittelpunkt der Ziele und Aktionen. Die kontinuierliche Überwachung des Rheins bleibt weiterhin unverzichtbar, und die Aktivitäten zur Verbesserung der Wasserqualität müssen fortgesetzt werden. Der Begriff der "Nachhaltigkeit" umfasst gleichzeitig und gleichwertig ökologische, ökonomische und soziale Aspekte. Die bislang betriebene Wasserpolitik hatte ihre Schwerpunkte bei der Verbesserung der Wasserqualität und wichtigen Nutzungen, so dass dem Erhalt eines intakten Fließgewässersystems bislang nicht der gebührende Stellenwert zukam. Die IKSR nimmt sich im Sinne der Nachhaltigkeit verstärkt dem ganzheitlichen Gewässerschutz an.











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