Grundlagen
Das Aufgabenspektrum der AG Ökologie (AG B) der IKSR basiert auf dem Programm "Rhein 2020" - Programm zur nachhaltigen Entwicklung des Rheins" und den biologischen Anforderungen, die sich aus der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ergeben. Die ökologischen Ziele beider Aktivitäten sind vielfach ähnlich.
Nationale Abstimmung in der DK-Rhein
Eine eigenständige DK-Arbeitsgruppe Ökologie wurde nicht etabliert. Die nationale Vorabstimmung innerhalb der DK erfolgt derzeit per E-Mail-Abstimmung durch die deutsche Koordinatorin der internationalen Arbeitsgruppe "Ökologie" ". Die deutschen Experten arbeiten an den nachfolgend skizzierten Aufgaben mit:
Aufgaben und Ergebnisse der AG B
Das Programm "Rhein 2020" hat die ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung des Rheins zum Ziel. Ein wesentliches Element dieses Programms ist die weitere Verbesserung des Ökosystems Rhein. In diesem Bereich wird die Wiederherstellung des ehemals vorhandenen Netzes rheintypischer Biotope (Biotopverbund) und die ökologische Durchgängigkeit (Auf- und Abwärtswanderung) des Rheins vom Bodensee bis zur Nordsee sowie in den im Wanderfischprogramm enthaltenen Nebenflüssen angestrebt. Beides sind langfristige Ziele über deren Stand die IKSR fortlaufend auf ihrer Homepage informiert, z. B. in:
· Bericht Nr. 151 (2006): Biotopverbund am Rhein, Begleitbericht und Atlas
· Bericht Nr. 149 (2005): Machbarkeitsstudie für die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit des Oberrheins für die Fischfauna
· Bericht Nr. 148 (2004): Rhein & Lachs 2020
· Bericht Nr. 136 (2003): Aktueller Stand der Umsetzung des Programms zur Wiedereinführung von Wanderfischen in den Rhein
Ein begleitender Baustein in diese Richtung war die Fertigstellung einer abgestimmten grenzüberschreitenden Gewässerstrukturkarte für den Hauptstrom im Maßstab 1:100.000 (Bericht Nr. 138, 2003). Anhand ausgewählter Indikatoren (Strukturparameter) liegt nun eine nachvollziehbare Bewertung der Struktur von Fluss und Aue vor, die erstmals die hydromorphologische Gesamtsituation des Stroms aufzeigt und zugleich Rückschlüsse auf die ökologische Funktionsfähigkeit einzelner Abschnitte zulässt. Damit war auch ein wertvolles Instrument für die Bestandsaufnahme nach WRRL entstanden.
Die biologische Erfolgskontrolle ist unverzichtbarer Bestandteil des Programms Rhein 2020 wie auch zukünftig Gegenstand der Überblicksüberwachung im Rahmen der WRRL. Für den Aufbau entsprechend abgestimmter Monitoringprogramme kann am Rhein auf eine langjährige Erfahrung zurückgegriffen werden. Seit 1990 werden im 5-Jahres-Rhythmus Bestandserhebungen zum biologisch-ökologischen Zustand des Rheins (Fische, aquatische Wirbellose, Plankton) durchgeführt und dokumentiert (zuletzt in dem zusammenfassenden Bericht Nr. 130 ).
Eine Voraussetzung für die zukünftige ökologische Bewertung der Bestandserhebungen nach WRRL ist eine Typologie für den natürlichen Rheinstrom sowie die Festlegung von Referenzbedingungen. Für einen großen Strom mit einer Jahrhunderte langen Umgestaltungsgeschichte und anhaltend hohem Nutzungsdruck, keine leichte Aufgabe. Auf einem internationalen Workshops zur Typologie des Hauptstroms Rhein im Mai 2003 wurde das Expertenwissen aus den Anrainerstaaten zusammengetragen. Ausgehend von geomorphologischen Gliederungsmerkmalen konnten dabei insgesamt 19 biologisch relevante Abschnittstypen für den natürlichen Rheinstrom abgegrenzt und steckbriefartig beschrieben werden (Bericht Nr. 147 ).












Top
Druck