... deshalb erfordert der zukunftsweisende Gewässerschutz eine länderübergreifende Abstimmung und Koordination.
Unter diesem Leitgedanken haben die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz die gemeinsame Rheingütestation in Worms unterhalb des Belastungsschwerpunktes Neckar/Mannheim/Ludwigshafen errichtet
Nachdem der Rhein bis Mitte der siebziger Jahre auf Teilstrecken als übermäßig verschmutzt gelten musste, erholte er sich infolge vielfältiger Anstrengungen bis heute wieder weitgehend. Um das Erreichte zu bewahren und die noch vorhandenen Defizite zu beseitigen, ist eine intensive Überwachung der Rheinwasserqualität notwendig.
Die Rheingütestation Worms ist in eine Kette von Überwachungsstationen entlang des Rheines und seiner Nebengewässer eingereiht, die vom Bodensee bis zur Mündung des Rheines in die Nordsee reicht.
Angebunden an das Landesamt für Wasserwirtschaft Rheinland-Pfalz und unter der Regie des von den drei Ländern gebildeten Beirats soll die Station vor allem folgende Aufgaben erfüllen:
Messstation
Zeit- und emittentennahe Messung und Bewertung der Rheinwasserqualität
Messungen entsprechend dem Deutschen Untersuchungsprogramm Rhein
Sondermessprogramme für die drei beteiligten Länder
Warn- und Alarmfunktion bei außergewöhnlichen Gewässerbelastungen
Gütestelle Rhein
Aus- und Bewertung sowie Dokumentation aller Gewässergütedaten (Wasser, Schwebstoff) im Rheineinzugsgebiet (Deutsches Untersuchungsprogramm Rhein)
Nr. 1 am linken Rheinufer, Nr. 2 am linken Brückenpfeiler
Nr. 3 am rechten Brückenpfeiler, Nr. 4 am rechten Rheinufer
Messwasserleitung: extern ca. 960 m, intern ca. 200 m
Förderleistung der Tauchmotorpumpen: ca. 3,5 l/s